Schülerschreck

Aus dem Leben einer Grundschullehrerin

RSS Feed

Der ‘Spielverderber’

Posted by Steffi on 5th Oktober and posted in Fächer

[inspic=80,left,gal,thumb]
Gibt es in der Schule noch diese kleinen Spickzettel, die man während der Schulaufgabe im Ärmel des Pullis oder in der Hosentasche hat? Diese kleinen Zettelchen, die man ganz schnell verschwinden lässt, wenn der Lehrer in die Nähe kommt? Oder die man einfach nur in der Tasche hat um zu wissen, dass sie da sind? Damit man dann mit ruhigem Gefühl in die Prüfung gehen kann, weil „zur Not hätte man ja einen Spickzettel“. Auch wenn man ihn dann gar nicht aus der Tasche zieht, weil man es auch von alleine schafft. :)

[inspic=79,right,gal,thumb]
Heutzutage sind die „Kleinen“ uns Lehrern ja in mancher Hinsicht technisch voraus. Jedes Kind besitzt ein Handy! (Das ist bei den Lehrern nicht immer der Fall.) Meistens kann dieses Handy dann auch noch mehr als nur Telefonieren oder SMS schreiben. Im Zug hört man lautstark die Musik aus dem kleinen Lautsprecher, die Schüler fotografieren und filmen damit. Manches Handy ist halt doch eher ein kleiner Mini-Computer.

Da kann es schon vorkommen, dass die Schüler ein Bluetooth-Netzwerk unter ihren Mini-Computern/Mobiltelefonen einrichten, um sich so gegenseitig bei der Schulaufgabe zu helfen. Da werden dann Fragen und Antworten hin und her geschickt und wenn die Schüler gut geübt sind im Umgang mit dem Mini-Computer, dann merkt der Lehrer das oftmals nicht.

[inspic=81,left,gal,thumb]
Jetzt wurde ein neues Gerät vorgestellt, das dem Lehrer wieder die Kontrolle geben soll: Der ‘Spielverderber’
Ein kleines Kästchen wirkt wie eine Firewall und zeigt vorhandene Netzwerke auf.

Klingt aber alles in allem gar nicht so schlecht, der Lehrer kann die Verbindungen auf jeden Fall mal trennen und sich dann die verdutzten Gesichter ansehen. *grins*

Die Schuldigen wird er wohl nicht überführen können. Die wenigsten werden ihrem Handy als Benutzernamen den eigenen Namen geben, oder?

5 Comments

  1. Hey, interessanter Beitrag, gefällt mir. Ich brauch unbedingt ein Bluetooth Handy. Bisher habe ich zum spicken meinen iPod und meine PSP benutzt, klappt eigentlich auch immer. Die Lehrer sitzen eh die meiste Zeit vorne am Lehrerplatz und machen was anderes, also ist es für uns Schüler kein Problem zu spicken und auch mit dem „Spielverderber“ wird sich das nicht ändern.

  2. Hehe, die Idee mit PSP und iPod ist gar nicht schlecht! Ich glaub ich sollte dieses Thema nutzen um Spickideen zu sammeln, damit ich dann weiß, worauf ich in der Schule achten muss. 😉
    Ob Grundschüler da auch schon so schlimm sind?

  3. Das Grundschüler schon solch teuere Sachen besitzen wage ich zu bezweifeln. Wenn ja ist die Erziehung der Kinder nicht gut, denn in den jungen Jahren braucht man solche Sachen noch nicht.

    Ob Grundschüler überhaupt spicken? Das abgucken vom Nachbarn zähle ich mal nicht als spicken.

    Eine weitere genutzte Spickermethode von mir:
    Flaschenetikett einscannen, alle Zutaten etc. löschen und dort den Spicker mit Schriftgröße 4 draufschreiben 😉

  4. Ich sehe leider regelmäßig Kinder mit diesen Spielzeugen in Bus, Zug und Pausenhof sitzen. :-(

    Du hast Ideen! Wie soll man denn als Lehrer da drauf kommen? Das ist mir ja als Schülerin noch nicht mal eingefallen.

  5. Andrea Berger

    Schöner Artikel über das Handyschummeln in der Schule. Es war ja wirklich abzusehen, dass mit neuen technischen Errungenschaften sich auch die Schummelmöglichkeiten verändern. Ein Gerät, was Netzwerkverbindungen unterbricht lässt sich aber sicher auch für andere Zwecke missbrauchen :)

    Wir haben auch etwas über Schummeln mit dem Handy geschrieben. Bei Interesse einfach mal auf unserem Blog vorbeischauen.

Trackbacks/Pingbacks

  1. Christinas Minfblog » Blog Archiv » „Spielverderber“ – der Schülerschreck?!

Schreibe einen Kommentar

Comment moderation is enabled and may delay your comment.

Powered By Wordpress || Designed By @ridgey28